Dieses Projekt ist Teil der nachhaltigen Umgestaltung des Allerweltshofs und versteht sich als Beitrag zu einem gesellschaftlichen Transformationsprozess. Im Design.Build-Projekt bau.köln der Fakultät für Architektur der TH Köln entwickelten Studierende gemeinsam mit dem Allerweltshaus Köln e.V., dem Bündnis Kommunale Nachhaltigkeit und der Nachbarschaft den ehemaligen Schulhof zu einem klimaresilienten und gemeinschaftlich nutzbaren Außenraum weiter.
Grundlage des Projekts waren ein partizipativer Planungsprozess sowie die Frage, wie vorhandene Ressourcen möglichst sinnvoll im Materialkreislauf weitergenutzt werden können. Im ersten Umsetzungsschritt wurde im Innenhof eine Fläche von etwa 100 m² entsiegelt. Die neu entstandene Grünfläche fördert die Versickerung von Regenwasser, verbessert das Mikroklima und erhöht die Aufenthaltsqualität.
Gleichzeitig wurden die ausgebauten Asphaltflächen nicht entsorgt, sondern direkt vor Ort weiterverwendet: Als Füllmaterial der Gabionen bilden sie heute das Fundament und die Tragstruktur dieses Pavillons.
Der Pavillon wurde konsequent nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft geplant und errichtet. Seine Konstruktion ist rückbaubar, vollständig wiederverwendbar und verzichtet bewusst vollständig auf den Einsatz von Beton. Alle Bauteile lassen sich sortenrein voneinander trennen und in den Materialkreislauf zurückführen.
Das Dach sammelt Regenwasser, das zur Bewässerung der Grünflächen genutzt wird. Eine integrierte Kompoststation unterstützt den neu entstandenen Gemeinschaftsgarten und schließt den Kreislauf organischer Ressourcen. Darüber hinaus bietet der Pavillon Platz für Fahrräder, Gartengeräte und weitere Funktionen des Allerweltshofs.
Entsiegelung und Pavillon sind untrennbar miteinander verbunden. Was zuvor versiegelte Fläche war, wurde zum Baustoff für einen neuen Begegnungsort. Die realisierten Maßnahmen bilden den ersten Meilenstein eines langfristigen Entwicklungsprozesses. Gemeinsam mit den Nutzer*innen und der Nachbarschaft soll der Allerweltshof durch Partizipation, Teilhabe und gemeinschaftliches Engagement kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Kooperation
bau.labor und TH Köln Fakultät für Architektur & Allerweltshaus Köln e.V. und Bündnis Kommunale Nachhaltigkeit
Förderung:
Naturstrom-Stiftung
Unterstützung:
oba architektur bonon kaufel PartmbB
StEB Köln
Gabiona GmbH
Scafom-rux GmbH
weihrauch+fischer GmbH
Stadt Köln Grünflächenamt
UCL Umwelt Control Labor GmbH
Distelmann-Luther GmbH & Co. KG
imagine structure GmbH
HKL Baumaschinen GmbH
Müller & Baum GmbH & Co. KG
Gerüstwelt
GeZu Impex GmbH